... auf der Suche nach Leben ...



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zerrissen

Wieder schlecht geschlafen, trotz Tavor. Ich komme einfach nicht zu Ruhe. Was ist nur gerade los?

Tote Mäuse und glotzende Männer. Prüfungsstress. Zukunftsängste. Nächste Woche fange ich mit der BA an und ich hab so Schiss zu versagen.

Ich hab Angst, dass mein Betreuer was merkt. Er hält mich bisher für eine normale Studentin. Wie wird er reagieren, wenn er rauskriegt, dass ich verrückt bin? Wenn er meine Müdigkeit bemerkt oder die Depression oder die Ängste oder die Wunden?

Es zerreißt mich. Diese Normalität einerseits und das Chaos andererseits. Ich bin völlig übermüdet, denke über Suizid nach, über den Termin am Freitag, habe tausende Ängste. Und gleichzeitig druck ich Formulare, Anträge aus, die ich gleich ausfüllen und im Lauf des Tages beim Prüfungsausschuss einreichen werde, plane den Tag, mache eine imaginäre Liste der Dinge, die heute zu erledigen sind.

Und dann bin ich ganz verwirrt, weil ich einfach nicht weiß, wo ich stehe. Ich fühle mich sehr weit unten, fühle mich krank und kaputt. Aber wenn ich doch alle erforderlichen Leistungen bringen kann, Alltägliches erledige wie jeder andere auch, dann kann ich gar nicht so krank sein?

Ich fühl mich so zerrissen und so allein.

Irgendwie ist das Passwort hier auch ein Test, wer wirklich an mir interessiert ist. Wer hier wirklich lesen will, freiwillig und gerne. Letztendlich - wem ich etwas bedeute.

Und es verletzt mich, dass jemand Bestimmtes nicht gefragt hat. So egal bin ich also.

So ersetzbar.

1.3.11 06:24


Lückenfüller

Ich bin dir wichtig? Klar doch. Ich merke richtig, wie wichtig ich dir bin. Wie sehr du dich für mich interessierst. Oh, stimmt, Fehlannahme meinerseits - Menschen können wichtig sein, auch wenn man sich nicht für sie interessiert. Ich bin dir als Lückenfüller wichtig. Wenn sonst keiner da ist. Sozusagen als zweite Wahl. Oder dritte. Spielzeug für zwischendurch, bis was Besseres kommt.

Arschloch.

1.3.11 17:11


wohin mit mir

Jetzt denke ich schon wieder an meinen Psychiater und bin mir gar nicht mehr so sicher, dass ich Freitag hingehen werde. Tendiere dazu, nicht hinzugehen.

Nicht absagen, nicht hingehen.

Trotz? Protest? Nein. Gleichgültigkeit. Sinnlosigkeit. Traurigkeit. Enttäuscht. Angst. Verletzt.

Er mag seine anderen Patienten lieber als mich. Er hasst mich. Er belügt mich. Er hat mich weggestoßen.

Ich habe vertraut und bin wieder verletzt worden. Wieso tun mir immer alle weh? Ich dachte, mit ihm sei es anders. Ich dachte, er meint es ernst und er will mir wirklich helfen.

Er hat alte Wunden wieder aufgerissen. Er hat gewartet, bis ich ihm vertraute und dann, als es mir eh schon nicht gut ging, hat er mir wehgetan und mich weggestoßen.

Wenn ich daran denke, dann muss ich weinen und dissoziiere, weil es so weh tut. Zu wissen, dass ich nirgendwo gewollt bin und nirgendwo ein Platz für mich. Dass Vertrauen immer mit Schmerz endet.

Ich bin noch immer fassungslos, dass er mir so weh getan hat. Ich habe ihm ein bisschen vertraut. Ich habe angefangen zu glauben, dass er anders ist. 

Und vermutlich wird er nicht einmal merken, wenn ich Freitag nicht zum Termin komme. Er hat genug andere Patienten. Gute Patienten. Falls er es bemerkt, wird es ihm entweder egal sein oder er wird froh sein und hoffen, dass ich nie wieder komme.

Warum wurde ich auf die Welt gebracht, wenn doch nirgendwo Platz für mich ist.

1.3.11 19:02


Erstmal wieder ohne Passwort. Kein Bedürfnis mehr, mich zu schützen. Nicht, weil ich mich wieder stärker oder sicherer oder weniger nackt fühle. Sondern einfach, weil es mir egal ist.

Mir ist alles so egal.

Oh, nein, ich bin nicht depressiv. Mir geht's auch nicht außergewöhnlich schlecht. Ich bin nur sehr erschöpft und sehr verletzt. Zu viele schlimme Erinnerungen. Ich bin kalt und gleichgültig geworden, weil ich es sonst nicht ertragen würde.

Ach, und falls ich doch wieder PW reinmache - es wird das gleiche sein wie die letzten Tage.

2.3.11 08:36


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