... auf der Suche nach Leben ...



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Winterspaziergang

... und während die Stadt noch ihren Silvester-Rausch ausschlief, war ich schon längst auf den Beinen. Vielleicht die einzige wirklich schöne Sache an Silvester. Am Morgen danach herrscht so wunderbare Ruhe...

Und weil es so schön ruhig und still und kalt draußen war, habe ich mich zu einem spontanen Winterspaziergang entschlossen. Mit meiner tollen neuen Digicam (Weihnachtsgeschenk) machen solche Spaziergänge noch viel mehr Spaß. 

Vielleicht sollte ich mir das als festen Bestandteil in mein Leben integrieren. Spazieren gehen, fotografieren. Es beruhigt mich ungemein. Heute früh ging es mir eher nicht so gut, jetzt fühle ich mich richtig super. Die Ruhe, die Konzentration beim Fotografieren, die Bewegung, die kalte frische Luft. Es tut mir einfach gut.

1.1.11 12:05


knuffig

Ich habe ja gehofft, dass ich es irgendwann mal vor die Linse bekomme. Wenn ich oft in diesen Park gehe, geduldig bin... Aber dass ich schon bei meinem ersten Ausflug mit meiner neuen Kamera in diesem Park das Glück habe, es zu erwischen... *strahl*

Ist es nicht süß?

2.1.11 12:54


nachdenklich-euphorische Schlaflosigkeit

Nein, ich bin nicht "noch immer auf". Ich bin "schon wieder auf". Vor über einer Stunde bin ich ausgeschlafen aufgestanden, nach gerade mal knapp 3 Stunden Schlaf.

Und wieder drängt sich mir die Frage auf: Sollte ich wirklich mal mit meinem Psych über diese Euphorie-Tage sprechen?

Es ist ja nicht so, dass ich unter ihnen leide. Ich meine, hey, ich fühle mich super, ich habe Energie, spüre Lebensfreude, bin motiviert, alles super und so. Fühlt sich schon toll an.

Aber irgendwie auch unheimlich. Es ist einfach etwas zu viel des Guten. Wäre ich paranoid, würde ich sagen, jemand verabreicht mir heimlich Drogen. Aber das ist natürlich nicht so, und damit wird es noch unheimlicher, weil es einfach keinen Grund für diese euphorische Stimmung gibt.

Und mir ist aufgefallen, dass sich solche Tage in letzter Zeit häufen. Ich kenne es ja schon lange, diese Euphorie aus heiterem Himmel. Hatte ich immer wieder mal für ein paar Tage. Aber in der letzten Zeit passiert es häufiger, hält länger an.

Ich bin hin und her gerissen. Ich weiß, dass meine Stimmung derzeit besser als "normal gut" ist und dass es keinen logischen Grund dafür gibt. Aber es fühlt sich gut an, ich will nichts daran ändern, von mir aus kann es ruhig so bleiben.

Es ist nur diese Angst, wie es sich weiterentwickelt. Wenn es so bleibt, wie es jetzt ist, muss da nichts behandelt werden. Aber es ist möglich, dass es entgleist und sich zu einer Manie entwickelt. Sowas kann passieren. Und wäre es dann nicht gut, mein Psych wüsste Bescheid und hätte da ein Auge drauf? Um aufzupassen, dass alles in ungefährlichen Bereichen bleibt bzw. um rechtzeitig zu merken und einzugreifen, wenn es entgleist? Ich habe Maniker in der Klinik erlebt, ich will nicht, dass mir das auch passiert...

Aber vielleicht übertreibe ich auch einfach? Vielleicht sollte ich mir nicht zu viele Gedanken machen, es einfach so akzeptieren, wie es ist, auch wenn ich weiß, dass es mir zu gut geht. Vielleicht sollte ich es einfach genießen und nicht dran denken, was passieren könnte. Vielleicht würde mir mein Psych genau das sagen? "Frau X., jetzt machen Sie sich mal keinen Kopf, genießen Sie doch einfach, dass es Ihnen gut geht!" Vielleicht sollte ich einfach die Euphorie voll auskosten? Aber wenn ich doch weiß, dass sie nicht normal ist...?

3.1.11 03:22


Langer Spaziergang durch den botanischen Garten und die umliegenden Wälder.

Die Sonne gespürt, so warm, dass ich ich Wärme sogar durch die Kleidung hindurch spüren konnte.

Auf einer Bank Rast gemacht, mit herrlichem Blick über schneebedeckte Felder auf die im Tal liegende Stadt.

Die Augen geschlossen, die Sonne im Gesicht, der Kontrast aus kalter Winterluft und sonniger Wärme, Vogelgezwitscher im Ohr und ansonsten einfach nur Ruhe.

Mir geht es gut.

Ich lebe.

Ich genieße.

Ich fühle mich wohl.

Ich bin hier.

Aber die Todessehnsucht bleibt, selbst an solch wunderbaren Tagen wie heute.

Gerade an solchen Tagen, an perfekten Tagen, glücklichen Tagen, da schmerzt der Todeswunsch wie ein eisiger schwarzer Dorn in meinem Herzen.

Was fehlt mir, was brauche ich noch, um Leben-Wollen zu können?

3.1.11 18:18


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